Wer im CHEMPARK eine Ausbildung macht, lernt seinen Beruf mit modernsten Methoden, die analoge und digitale Formate verzahnen. So sind beispielsweise die Lernenden untereinander und mit den Ausbildern über die sogenannte Bildungscloud vernetzt. Der flächendeckende Einsatz von Virtual-Reality-Brillen wird derzeit getestet.

Selbstbestimmt, digital und krisensicher

Eine Ausbildung im CHEMPARK ist eine gute Idee

Expertenschätzungen zufolge fallen in diesem Jahr coronabedingt bundesweit rund 45.000 Ausbildungsplätze weg. Viele Azubis werden von ihren Ausbildungsbetrieben nicht wie gewohnt übernommen. Auch für das kommende Jahr sind die Aussichten trüb. Nicht so im CHEMPARK: Hier gibt es nach wie vor ein vielfältiges Angebot gut entlohnter Ausbildungsplätze mit hervorragenden Zukunftsaussichten.

Rund 70 Unternehmen sind an den drei CHEMPARK-Standorten in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen ansässig. Kunststoffbetriebe produzieren hier neben Spezialchemiekonzernen und Pharmaherstellern. Mit ihren Produkten tragen sie wesentlich zu verbessertem Klimaschutz, grüner Mobilität und Gesundheit bei. „Hinterm Werkszaun wird im wahrsten Sinne des Wortes an der Zukunft gearbeitet“, erklärt CHEMPARK-Leiter Lars Friedrich. „Denn vieles von dem, was hier im CHEMPARK hergestellt wird, zahlt auf Megatrends wie Klimaneutralität und die ökologische Verkehrswende ein: Verbundmaterialien für bessere Wärmedämmung, unentbehrliche Stoffe für Hochleistungs-Akkus, synthetischer Kautschuk für abriebärmere und verbrauchssenkende Autoreifen.“

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Nachwuchskräfte bildet CURRENTA an den drei CHEMPARK-Standorten aus.

CHEMPARK-Unternehmen suchen Azubis

Damit die Betriebe ihre Produkte entwickeln können und die Herstellung sicher, effizient und möglichst umweltschonend ist, braucht es Spezialistinnen und Spezialisten auf ganz unterschiedlichen Gebieten. „Die Unternehmen im CHEMPARK suchen permanent motivierten Nachwuchs“, berichtet Uwe Menzen, Leiter des Bildungsbereichs beim CHEMPARK-Betreiber CURRENTA, dem Ausbildungs-Provider für Partner wie Bayer, Covestro oder Lanxess. „In mehr als 25 verschiedenen technischen, naturwissenschaftlichen und kaufmännischen Berufen bieten wir Ausbildungen an, hinzu kommen verschiedene kombinierte Ausbildungs- und Studiengänge.“

Rund 2.200 Nachwuchskräfte bildet CURRENTA an den drei CHEMPARK-Standorten aus. Die größte Gruppe bilden die Chemikanten, gefolgt von Elektro- und Laborberufen, aber auch Fachinformatiker und Feuerwehrleute gehören zum Portfolio. Dabei kommen modernste Lehrmethoden zum Einsatz, die analoge und digitale Formate verzahnen. Die Azubis lernen über eine eigene zentrale Online-Kommunikations- und Arbeitsplattform, die sogenannte Bildungscloud. Hier werden Materialien zur Ergänzung des Präsenzunterrichts bereitgestellt und die Azubis können sich in virtuellen Lerngruppen selbstständig untereinander vernetzen.

Blended Learning: Das Beste aus analoger und digitaler Welt

Während des Corona-Lockdowns im März machte die Bildungscloud den unterbrechungsfreien Umstieg auf Remote-Learning möglich. Doch gehört digitale Technik selbstverständlich auch zum außerpandemischen Alltag: Bestes Beispiel dafür ist das vor knapp zwei Jahren in Betrieb genommene „MultiPlantCenter 4.0“. Ausbildungsinhalte der Verfahrens-, Anlagen- und Labortechnik werden hier in einer Lernumgebung vermittelt, in der sich reale und virtuelle, analoge und digitale Elemente in einer Art Blended-Learning-Center optimal ergänzen. So lassen sich verschiedenste Übungsszenarien simulieren, indem über reale Anlagenteile wie Handräder oder Ventilklappenhebel das Verhalten einer virtuellen Anlage gesteuert wird, deren Betriebsparameter an digitalen Displays eines Prozessleitsystems ablesbar sind. Und damit noch nicht genug: Um das Lernpotenzial weiterer modernen Technologien zu testen, wurden zudem jüngst Feldversuche mit aktuellen Auszubildenden über den Einsatz von Virtual-Reality-Brillen in der Chemikanten-Ausbildung durchgeführt.

„Die Technik hier ist definitiv auf dem neusten Stand!“, meint Nicholas Marlow, der im CHEMPARK Dormagen seine Ausbildung zum Industriemechaniker macht. „Für mich steht aber im Vordergrund, dass die Tätigkeit selbst spannend ist. Das ist mir wichtiger als zum Beispiel die Bezahlung. Aber ich weiß natürlich auch, dass sich in der Chemie-Industrie später gutes Geld verdienen lässt. Das motiviert dann zusätzlich.“ Burak Güler, ebenfalls angehender Industriemechaniker, ergänzt: „Was mir wichtig ist: Die Kollegialität stimmt und die Ausbilder sind super – mehr Coach und Ratgeber als Lehrer. Man kann hier wirklich sein eigenes Tempo gehen und sich dann Tipps holen, wenn man mit irgendwas nicht weiterkommt.“

Lernbegleitung statt klassischer Lehre

Drill war gestern. Moderne Ausbildungsdidaktik versteht sich eher als Lernbegleitung und hat mit der klassischen Lehre nicht mehr viel gemein. „Im CHEMPARK versuchen wir, individuellem Lernen und selbstständiger Projektarbeit im Team Raum zu geben. Unsere Ausbilder sind Motivatoren mit breiter Methodenkompetenz und einem guten Draht zu den Azubis“, erläutert Bildungsleiter Menzen.

Wer sich für eine Ausbildung im CHEMPARK interessiert, kann sich ausführlich im Vorhinein informieren. Auf www.ausbildung.chempark.de finden sich die aktuellen Ausbildungsangebote der CHEMPARK-Unternehmen samt Bewerbungsunterlagen.

Lohnend ist in jedem Fall auch ein Besuch der Social-Media-Kanäle von CURRENTA. In 360-Grad-Videos kann hier in den spannenden Ausbildungsalltag verschiedener Berufswelten der chemischen Industrie aus der Ich-Perspektive eingetaucht werden. Unbedingt anschauen!