Langjährige gelebte Nachbarschaft

CHEMPARK und Stadtgesellschaft, das gehört unzertrennlich zusammen. Nicht nur heute, sondern bereits seit vielen Jahren. Deshalb stellt der Leiter des Nachbarschaftsbüros CHEMPUNKT Ulrich Bornewasser seine Aktivitäten, mit denen sich der CHEMPARK aktiv am Leverkusener Stadtgeschehen beteiligt, in diesem Jahr unter das Motto „Nachbarschaft leben“. Bornewasser: „Wir sind Teil der Stadt und bringen uns gerne auf vielfältige Weise in die Gesellschaft ein.“ Der CHEMPUNKT organisiert regelmäßig Aktionen, vermittelt zwischen Organisationen in der Stadt und bringt sich in Veranstaltungen in der Nachbarschaft ein.

Brücken bauen für die Jugendförderung

Ein Beispiel dafür, wie der CHEMPUNKT durch seine Kontakte mit den unterschiedlichsten Vereinen und Institutionen die Nachbarn zusammenführt, erlebten sechs Jugendliche aus dem Manforter Jugendzentrum „Bunker“. Sie nahmen an einem Segelworkshop des Yacht-Club-Wuppertal-Hitdorf e. V.  (YCWH) teil und erlernten das Bedienen von Einmannsegelbooten, sogenannten „Optimisten“. Vor allem durch vorhergehende Spendenaktivitäten war der CHEMPUNKT im Austausch mit den Institutionen. Ulrich Bornewasser vermittelte zwischen dem Jugendbunker und dem Yachtclub und öffnete mit dem Impuls für den Workshop den Jugendlichen ein Fenster zum Segelsport: „Der YCWH ist ein Verein mit einer sehr guten Jugendarbeit. Die Vereinskollegen haben es sich zur Aufgabe gemacht, interessierten Jugendlichen den Segelsport nahe zu bringen. Und die Betreiber des Jugendbunkers möchten ‚ihren Jugendlichen‘ auch Möglichkeiten aufzeigen, die sie in dieser Form nicht geboten bekommen. Der CHEMPARK unterstützt in diesem Fall nicht nur finanziell zwei Vereine, sondern bringt mit der Idee einer Segelschule für einen Tag die beiden Vereine und ihre Mitglieder zusammen. Ganz im Sinne von ‚Nachbarschaft leben‘.“

Gemeinsame Geschichte „to go”

Bei einem stadthistorischen Spaziergang durch Wiesdorf von der Bürgervereinigung Kolonie II & III Wiesdorf/Manfort erhielt Bornewasser vertiefte Einblicke in die Geschichte des partnerschaftlichen Zusammenlebens. Anlass für die Aktion war das 100-jährige Bestehen des Stadtteils. An vielzähligen Stationen klärte Historikerin Ellen Lorentz neben Bornewasser rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Geschichte und die Entwicklung des heutigen Stadtzentrums Leverkusens auf. Die Entstehung eines neuen Stadtzentrums mit Rathaus, Kirchen und Schulen in der um 1900 wachsenden Gemeinde sowie hübsche Häuser und  Betonkulissen aus den 60er Jahren sind Teil der Wiesdorfer Geschichte. Und damit Stationen der Stadtführung, zu denen Lorentz einiges zu erzählen hatte. Bornewasser nahm aus den Vorträgen einige neue Erkenntnisse mit: „Ich interessiere mich sehr für die Leverkusener Stadtgeschichte, weil sie auch so eng mit der Geschichte des CHEMPARK verbunden ist. Stadt und Chemiepark haben sich gegenseitig stark geprägt. Die aufschlussreichen Vorträge an den vielzähligen Stationen haben das nochmal verdeutlicht. Und sie haben ein Mal mehr gezeigt, dass wir mit unserem diesjährigen Motto ‚Nachbarschaft leben‘ genau den Zeitgeist treffen.“