Ein guter Nachbar zu sein …

… das ist dem CHEMPARK besonders wichtig, egal ob gerade ein Virus das normale Leben auf den Kopf stellt oder nicht. Aber gerade jetzt, wo die Corona-Pandemie alle erreicht hat – teils mit dramatischen Auswirkungen, mindestens aber mit Veränderungen, Einschränkungen und Herausforderungen – ist es besonders wichtig, füreinander da zu sein. „Grundsätzlich wollen wir die Gesellschaft und vor allem die direkten Nachbarn mit unseren Mitteln unterstützen. Das gilt besonders jetzt in dieser herausfordernden Zeit”, sagt CHEMPARK-Leiter Lars Friedrich. Da sind sich die Unternehmen an den drei Standorten einig, und unterstützen sowohl sich untereinander im Werk als auch die Nachbarschaft. Für das ein oder andere Projekt haben sich verschiedene Unternehmen zusammengetan, um für Hilfe für die Stadtgesellschaft zu sorgen. Hier sind einige Beispiele aus dem CHEMPARK:

„Schutz”-Folien für innen und außen

Covestro/Bayer

Covestro hilft den Nachbarn, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Werkzauns. In Dormagen produziert Covestro Specialty Films die sogenannte Polycarbonatfolie Makrofol. Normalerweise wird diese sehr transparente Folie zum Beispiel in der Automobil- und Elektronikindustrie oder für spezielle medizinische Verpackungen eingesetzt. Auch in Ausweisdokumenten ist Makrofol aus Dormagen. Jetzt wird die transparente Folie zudem zum Bau für Trennwände in Büros und Sozialräumen genutzt und sorgt so für die Sicherheit der Mitarbeiter. Dafür wurde die Folie auch den anderen Unternehmen im CHEMPARK zur Verfügung gestellt. Zur Hilfe innerhalb des Werkes kommt auch Unterstützung weit über die Grenzen des CHEMPARK hinaus: Fast eine halbe Tonne Makrofol hat Covestro an die Universität Erlangen gespendet. Dort wurde das Material zu über 7000 Schutzbrillen und Gesichtsschilden weiterverarbeitet und der Uniklinik in Erlangen zur Verfügung gestellt.

Aus diesem Angebot von Covestro für seine Nachbarn im CHEMPARK hat sich eine Zusammenarbeit mit der Bayer AG ergeben. Aus Makrofol-Folien von Covestro entstehen mit Hilfe von Bayer Gesichtsschilde für medizinisches Personal. Dafür produziert Bayer Halterungen, die im 3D-Drucker hergestellt werden. „Es ist eine wirklich tolle und vor allem schnelle Zusammenarbeit“, findet Andrea Greiner von Corporate Health, Safety & Environment der Bayer AG, die dieses Projekt gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen von Bayer und Covestro ins Rollen gebracht hat.

Covestro und Bayer haben gemeinsam Gesichtsschilde gespendet.

Bayer/Chemion/Arlanxeo

Bayer produziert und spendet aber nicht nur Bauteile für Gesichtsschilde, sondern hat auch Masken gespendet. Darüber hinaus produziert der Pharma- und Agrarkonzern an seinem Standort in Dormagen insgesamt rund 60.000 Liter Desinfektionsmittel. 30.000 Liter der vor allem zu Beginn der Corona-Krise besonders knappen Ware wurden schon an Städte im Umfeld der Bayer-Standorte, wie Köln, Wuppertal, Bergkamen und Leverkusen gespendet.

Abgefüllt wurde das Desinfektionsmittel zunächst in 200-Liter-Fässer. Die Stadt Dormagen, die ebenfalls rund 5.200 Liter der dringend benötigten Flüssigkeit bekommt, benötigte jedoch zur Verteilung kleinere Behältnisse. Hier sprang das Logistikunternehmen Chemion ein und unterstützt mit der kostenlosen Abfüllung in handlichere 10-Liter-Kanister. Die ersten 100 Kanister konnten schon von der Stadt Dormagen in eigenen Einrichtungen, wie beispielsweise Schulen, eingesetzt sowie an Nachbarkommunen und den Rhein-Kreis Neuss verteilt werden.

Auch Arlanxeo produziert jetzt Desinfektionsmittel am Standort Dormagen. Die ersten 700 Liter Ethanol-basiertes Handdesinfektionsmittel sollen in Dormagen zum Einsatz kommen und ebenfalls an alle Schulen gespendet werden. Weitere Chargen sind bereits geplant. Insgesamt rund 10.000 Liter sollen es werden und dann in Dormagen und im Rhein-Kreis-Neuss verteilt werden. „Auch diese Spende soll vor allem Schulen zugutekommen“, sagt Stefan Rittmann, Geschäftsführer der Arlanxeo Deutschland GmbH.

Jede Menge Desinfektionsmittel aus dem CHEMPARK sind schon an die Kommunen im Umfeld gespendet worden.

Neues Unternehmen mit Begrüßungshilfe – Spenden für große und kleine Hilfe

WuXi Biologics

Seit dem 1. April gibt es ein neues Partnerunternehmen am Standort Leverkusen: WuXi Biologics kam nicht mit leeren Händen. Insgesamt 1.600 Masken spendete das globale Unternehmen für Biologika-Plattformen an vier verschiedene medizinische Häuser in der neuen Nachbarschaft.

Momentive Performance Materials

Das Chemieunternehmen Momentive Performance Materials hatte bereits Anfang April dem Leverkusener Klinikum 10.000 Euro für zwei zusätzliche Beatmungsgeräte gespendet. Mit großer Dankbarkeit nahm Hans-Peter Zimmermann, Geschäftsführer des Krankenhauses, die Spende entgegen: „Es ist bewundernswert, zu sehen, mit welchem Engagement die Menschen uns in der aktuellen Krisensituation unterstützen.

CURRENTA

CURRENTA hat insgesamt 60.000 Euro gespendet. Das Geld ging an dutzende Institutionen, Vereine und gemeinnützige Organisationen, die in der momentanen Zeit Unterstützung benötigen. Dazu gehörten zum Beispiel die ortsansässigen Tafeln, Seniorenzentren und Tierschutzvereine, aber auch die Schulen in Dormagen, der Krefelder Zoo und das Jugendzentrum Bunker in Leverkusen freuten sich über die Hilfe des CHEMPARK-Managers und -Betreibers. Pieter Wasmuth, Arbeitsdirektor und Geschäftsführer bei CURRENTA, erklärt: „Für uns alle ist das eine ungewöhnliche Zeit, die auch von viel Ungewissheit in Bezug auf die Zukunft begleitet wird. Das gilt auch für die vielen Vereine und Organisationen, die wir zum Beispiel durch die ehrenamtliche Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen kennengelernt haben. Viele davon können besonders jetzt jede Hilfe gebrauchen. Ich freue mich, dass es gelungen ist, diesen Betrag in der auch für uns besonderen Ausnahmesituation zur Verfügung zu stellen.”

Hilfen weltweit – Schulen in Deutschland profitieren ebenfalls

LANXESS

Die Hilfe der im CHEMPARK produzierenden Chemieunternehmen findet weltweit und auf unterschiedlichste Weise statt. Ein Beispiel dafür ist das Kölner Unternehmen LANXESS. Der Spezialchemiekonzern spendet weltweit Desinfektionsmittel für insgesamt eine Million Liter. Das Produkt wurde nicht im CHEMPARK selbst, sondern im englischen Sudbury hergestellt. Eine Tonne davon ging auch als Spende nach Deutschland. Zusätzlich engagiert sich LANXESS im Umfeld seiner Standorte. Für insgesamt 57 Schulen in Deutschland hat der Konzern Lizenzen für die interaktive Online-Lernplattform 123chemie.de im Wert von mehr als 10.000 Euro bereitgestellt, das gilt auch für Schulen rund um den CHEMPARK.

123chemie.de ist eine Art digitales Chemieregal, aus dem die Schüler Lerninhalte zu chemischem Grundwissen wählen können. „Mit der Corona-Krise hat digitales Lernen an Bedeutung gewonnen. Um ein besseres Homeschooling zu ermöglichen, hat LANXESS schnell und unbürokratisch die Kosten für die Lizenzen übernommen“, sagt Nina Hasenkamp, Leiterin der LANXESS-Bildungsinitiative. „Wir haben uns für das digitale Chemieregal entschieden, weil es einen individuellen Zugang zu den Lerninhalten des Unterrichtsfachs Chemie ermöglicht. Dieses Thema liegt uns als Spezialchemiekonzern natürlich besonders am Herzen.“

Es muss aber nicht immer die ganz große Geste sein. Auch ehrenamtliches Engagement von jedem Einzelnen kann etwas bewegen. Das beweisen auch einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der CURRENTA-Gruppe. Mehr erfahren Sie hier .