Alles im grünen Bereich in der Rückstands-Verbrennungsanlage

Arbeitsalltag im CHEMPARK in Corona-Zeiten

In Corona-Zeiten in der Rückstands-Verbrennungsanlage (RVAD) in Dormagen tätig zu sein, bedeutet: Arbeiten unter erschwerten Bedingungen. Schon im „normalen“ Alltag gibt es dort viele Vorschriften, die für die Arbeit mit Gefahrstoffen unerlässlich sind. Denn hier wird Sonderabfall aus der chemischen Produktion verbrannt. Das dürfen in Deutschland nur Anlagen mit besonderer Technik. Jetzt kommen viele zusätzliche Regeln obendrauf, um den Gefahren der Corona-Pandemie zu begegnen. Betriebsleiter Uwe Listner hat sein wichtigstes Ziel erreicht: Sein komplettes Team ist gesund bei der Arbeit.

Damit alles im grünen Bereich ist, hat Listner zusammen mit dem Sicherheitsbeauftragten und dem CHEMPARK-Krisenmanagement ganz unterschiedliche Szenarien durchgespielt. Und dann nach und nach viele Einzelmaßnahmen umgesetzt. Dabei haben sie von Sanitärräumen bis zur Betriebsmaterialausgabe an alles gedacht. Die Schichten arbeiten entzerrt und Schichtübergaben finden meistens über Sprechfunk statt. Die Messwarte der RVAD ist jetzt ein isolierter, besonders geschützter Bereich; LKW-Fahrer und Fremdfirmenmitarbeiter haben dort in Corona-Zeiten keinen Zugang. „Die neue Situation war für uns mit großen Herausforderungen verbunden – doch wir haben alle Vorgaben der Bundesregierung zu 100 Prozent umgesetzt und können die Verfügbarkeit der Anlage sowie die Entsorgungssicherheit im CHEMPARK gewährleisten“, sagt Listner.

Sicherheitsdenken im Blut
Für die Mannschaft der RVAD ist der Umgang mit unsichtbaren Gefahren in gewisser Weise ein Heimspiel. Es gehört als wichtiger Bestandteil zu ihrem Arbeitsalltag, an die Sicherheit ihrer eigenen Gesundheit zu denken und sich zu schützen. Dieses Sicherheitsdenken haben die Mitarbeiter deshalb förmlich im Blut. Das hilft ihnen jetzt auch dabei, sich auf die Corona-Situation einzustellen – und die neue unsichtbare Gefahr ernst zu nehmen. Alle Schichtkollegen setzen die Hygienevorschriften sorgfältig um und reinigen Tastaturen, Telefone und Aufenthaltsräume bei ihrem Schichtende. „Die Mitarbeiter freuen sich über klare Ansagen zu ihrem Schutz – alles, was hilft, ist willkommen“, sagt Listner. Er hat sogar ein Konzept „Stay@work“ in der Schublade liegen für den Fall, dass die Mitarbeiter rund um die Uhr im Betrieb bleiben müssten, um alle Prozesse in der Anlage aufrecht zu erhalten.

Lagebesprechung in der RVAD Dormagen.

Gute Kommunikation, gute Stimmung
Eine besonders wichtige Aufgabe sieht Listner für sich in diesen Krisenzeiten in einer guten und transparenten Kommunikation. Jeden Tag nimmt er an einer Besprechung zur Corona-Lage teil – und gibt alle Informationen direkt an sein Team weiter. „Die CURRENTA-Mitarbeiter-App ist ein tolles Tool, um alle Kollegen überall und jederzeit zu informieren – auch in ihrer Freiwoche“, ergänzt Listner begeistert. So konnten sich alle Schichten frühzeitig auf die Änderungen wie Torschließungen und Temperaturmessungen einstellen.

Die Stimmung in den Teams ist trotz der besonderen Anforderungen und zusätzlichen Belastungen gut. „Die Mitarbeiter merken, dass wir uns um ihre Gesundheit kümmern und fühlen sich gut aufgehoben“, sagt Listner. Und schon packt er die nächste große Herausforderung an: Anfang Mai steht ein sogenannter geplanter Revisionsstillstand auf dem Programm, das heißt: Es werden Wartungsarbeiten in der Anlage durchgeführt. Wegen der besonderen Rahmenbedingungen in Corona-Zeiten muss der Stillstand in kürzerer Form stattfinden. Auf der To-do-Liste stehen nur Arbeiten, die zwingend notwendig sind – und an unterschiedlichen Stellen mit entsprechendem Abstand erledigt werden können.

Die Mannschaft der RVAD ist bestens gerüstet.